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Benefizkonzert

Die Ibbenbürener Matthäusgemeinde begrüßte das neue Jahr am Donnerstag mit einem besonderen musikalischen Leckerbissen. Das Blasorchester des Musikvereins Glückauf gab sich in der Matthäuskirche die Ehre.

Für rund 240 Musikfreunde machte das Können der Instrumentalisten des Blasorchesters des Musikvereins Glückaus gepaart mit der Akustik des Bockradener Gotteshauses das Neujahrskonzert zu einem herausragenden Musikerlebnis.

„Es ist schön, dass ihr heute hier seid.“ Als Hausherr freute sich Pfarrer Andreas Finke, das Glückauf-Blasorchester in der Matthäuskirche begrüßen zu dürfen und zog die Verbindung zum Bergbauende: „Zu den Dingen, die wir dem Bergbau und den Bergleuten verdanken, gehört auch musikalisches, kulturelles Vermögen.“ Dieses verkörpere der Musikverein Glückauf par excellence, meinte Finke und versprach den Besuchern ein abwechslungsreiches Konzert, in dem das Orchester „alle Register der Emotionen“ ziehen werde. Dass das nicht übertrieben war, stellte das 50-köpfige Orchester unter der Leitung von Bastian Tillmann dann eindrucksvoll unter Beweis.

Den Auftakt machte ein Liebeslied, die gefühlvolle Arie „Bist du bei mir“, die Johann Sebastian Bach einst seiner Frau Anna Magdalena gewidmet hatte. Mit dem amerikanischen Komponisten James Barnes und seinem „Prayer for Higashi Nihon“ wechselte die Musik in die Gegenwart und die Gefühlslage zu Trauer. Im Stil einer Totenklage hatte der amerikanische Komponist das Stück 2012 für die Opfer des großen ostjapanischen Erdbebens und des Tsunami geschrieben. Mit Dizzy Stratfords „Spiritual Moments“ war der Gospel würdig vertreten und mit „Maria durch ein Dornwald ging“ sogar noch ein Weihnachtslied im Programm. Finke: „Im evangelischen Kirchenjahr geht die Weihnachtszeit schließlich noch bis zum 2. Februar.“ Bei den Stücken „You Raise me up“ (Brendan Graham) und „Hallelujah“ (Leonard Cohen) setzte Solistin Feelia Küster beeindruckende vokale Akzente.

Das Neujahrskonzert in der Matthäuskirche war das erste Benefizkonzert für das Glückauf-Blasorchester. Bei freiem Eintritt wurde im Anschluss an den gut einstündigen Ohrenschmaus zugunsten des Hospizhauses Tecklenburger Land e.V. gesammelt. Presbyter Uwe Kropf machte noch am Abend den Kassensturz und freute sich über sensationelle 1722,25 Euro.

Ebenso wenig wie mit den Spenden, sparte das Publikum mit Applaus. So viel Applaus, dass das Blasorchester sich zu mehreren Zugaben bereit erklären musste, bevor es nur ungern entlassen wurde. Finkes Aufforderung zum Mitsingen allerdings wurde bei der ersten Zugabe, dem Kirchenlied „Nun danket alle Gott“, nur verhalten gefolgt. Deutlich beherzter stimmten die Konzertbesucher beim abschließenden Steigerlied ein.

Quelle:IVZ / Fotos:Thorsten Schulz